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Das Pferd lebte ursprünglich als Wildtier in der Steppe. Vor rund 5000 Jahren gelang es dem Menschen, das Flucht- und Herdentier zu zähmen: Die Zusammenarbeit Mensch/Pferd nahm seinen Anfang!
Ueber die Verwendung des Pferdes zu Heilzwecken fand sich ein erster Nachweis in den Schriften des Hippokrates: Er zählte das Reiten wegen seines heilsamen Rhythmus zu den umfassenden Uebungen im medizinischen Sinne (aus: H. Vogel, 1987, Das Pferd als Partner des Behinderten).
Das Pferd spricht den Menschen jedoch nicht nur auf der körperlichen Ebene an: Aufgrund seiner vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten und seiner differenzierten Wesensart verfügt es zudem über ein hohes Mass an Kommunikationsfähigkeit, welche Eigenschaften es für den Einsatz in der therapeutischen Arbeit geradezu prädestinieren. Das Pferd wirkt ganzheitlich auf den Menschen (Körper, Geist und Seele), spiegelt körperliches und emotionales Erleben und erlaubt dem Menschen eine unmittelbare und direkte Auseinandersetzung mit gemachten Erfahrungsinhalten in der Beziehung.
Im Personbezogenen, körper- und prozessorientierten Reiten PkR® steht die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und damit verbunden eine verbesserte Körperwahrnehmung im Zentrum der therapeutischen Arbeit. Mit Hilfe des Mediums Pferd wird der Zugang zu sich selbst und zum inneren Erleben vertieft. Mittels Körper- und Wahrnehmungsübungen auf dem geführten und longierten Pferd soll die innere Achtsamkeit gefördert und ein Prozess in Gang gesetzt werden, der es dem Menschen erlaubt, sich und seinen Körper in der Interaktion mit dem Pferd immer wieder neu zu erleben. Dieses aktuelle Erleben im Hier und Jetzt kann wiederum in den Alltag integriert werden und ermöglicht so Entwicklungsschritte hinsichtlich angestrebte Veränderungsprozesse. Das PkR ist wachstumsorientiert und basiert auf dem Vertrauen, dass sich der Mensch von Natur aus weiterentwickeln möchte und die dafür notwendigen Ressourcen und Möglichkeiten in sich selber vorfindet. Für Menschen, die sich in psychologischer/psychotherapeutischer Behandlung befinden, versteht sich diese Methode als begleitendes Instrument im Rahmen einer parallel laufenden Therapie.
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