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Zur Entwicklung des Therapeutischen Reitens in Deutschland und in der Schweiz
In Deutschland waren es die Aerzte Reichenbach und Druschky, die in den 60-er Jahren die heilsame Wirkung des Reitens auf Körper und Seele erkannten und sich um eine breite Veröffentlichung ihrer Erfahrungen bemühten. Bereits am 25.11.1970 konnte aufgrund des grossen Interesses das Kuratorium für Therapeutisches Reiten als Dachorganisation für Deutschland ins Leben gerufen werden. 1988 konstituierte sich in der Folge auch die Föderation Therapeutisches Reiten International (RDI). Deren Einteilung des Therapeutischen Reitens in die Kategorien Hippotherapie, Heilpädagogisches Reiten und Voltigieren sowie Reiten als Behindertensport hat bis heute ihre Gültigkeit behalten.
In der Schweiz gilt Marianne Gäng als Pionierin: Sie ebnete mit ihrem 1981 erschienenen Buch Heilpädagogisches Reiten sowie der 1985 unter ihrem Patronat gegründeten Schweiz. Vereinigung für Heilpädagogisches Reiten und Voltigieren (SV-HPR) den Weg zu einer breiten Anerkennung ihrer Methode im Heilpädagogischen/Therapeutischen Reiten. Auch heute noch führt sie Ausbildungslehrgänge zur dipl. Reitpädagogin/dipl. Reittherapeutin SG-TR durch. Unter den AbsolventInnen dieser Zusatzausbildung finden sich PädagogInnen, TherapeutInnen sowie med. Fachpersonal und im psychosozialen Berufsfeld tätige Menschen aus Deutschland, Oesterreich, Luxemburg und der Schweiz. Ihr Arbeitsgebiet umfasst Heime, heilpäd. Tagesschulen, erlebnispäd. Jugendfarmen, psychiatrische Kliniken, Einrichtungen der Drogenrehabilitation sowie private heilpäd. Betriebe. Unter dem Begriff Heilpädagogisches Reiten und Voltigieren/Therapeutisches Reiten werden heute pädagogische, psychologische, psychotherapeutische, rehabilitative und soziointegrative Angebote mit Hilfe des Pferdes bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zusammengefasst. Ziel ist hierbei nicht das Reitenlernen als solches, sondern eine ganzheitliche Therapieunterstützung.
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Hippotherapie Fachbereich Medizin
Medizinisch-therapeutische Massnahme, bei der das Pferd durch eine Helferin geführt wird, währenddem eine med. Fachperson (Krankengymnastin, Physiotherapeut etc.) mit dem Körper des Patienten arbeitet.
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Heilpäd. Reiten und Voltigieren/
Therapeutisches Reiten Fachbereich Pädagogik/Psychologie
Hier wird vor allem mit verhaltensauffälligen, lern- und geistigbehinderten Menschen einzeln oder in Gruppen gearbeitet, indem das Pferd in der heilpäd. Arbeit als Medium eine erzieherische Funktion übernimmt. Immer öfters wird das Pferd zudem auch als Co-Therapeut in psychiatrischen Einrichtungen sowie im psychosozialen Bereich eingesetzt, da es den Menschen ganzheitlich anspricht und fordert.
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Reiten als Mittel der Rehabilitation/
Sport für Behinderte Freizeit und Sport/Turnierteilnahme
Hier haben geistig und körperlich behinderte Menschen die Möglichkeit, sportliches Reiten zu praktizieren. Das Pferd fungiert als Partner und begleitet den Behinderten von der Grundausbildung bis hin zur Turnierteilnahme (Behindertenolympiade!).
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